Unsere Familienbande besteht aus 3 Mitgliedern.
Mein Lebensgefährte Ralph, der zweite Mann im Hause Ntchwaidumela East Big Ben und meine Wenigkeit, Melanie.
Wir alle leben mitten im schönen Ruhrgebiet, unweit der Veltins-Arena, umgeben von vielen Feldern und kilometerlangen, wunderschönen Wanderwegen direkt am Rhein-Herne-Kanal entlang.

Solange ich denken kann lebe ich in einem tierisch- menschlichen Haushalt.
Schon als Kind hatte ich das grosse Glück, mit Hunden aufzuwachsen.
Mein Vater war über Jahrzehnte begeisterter und erfolgreicher Hundesportler und somit ist mir die Liebe zu Hunden und Tieren wohl in die Wiege gelegt worden.

Ich muss ungefähr drei Jahre alt gewesen sein, da zog der erste Deutsche Schäferhund, mit Namen Daisy bei uns ein.
Kurze Zeit später kam dann der Rüde Marc vom Hardblick hinzu.
Ende der 70er Jahre wurde das Rudel durch eine weitere Hündin ergänzt. Ebenfalls eine Deutsche Schäferhündin, sie trug den Namen Dixi vom Kölner Dom.
Ich war etwa 5 Jahren alt, da durfte ich den ersten Wurf unserer Hündin Daisy miterleben und begleiten. Meine Eltern schlossen mich in die Aufzucht, die Prägung und Erziehung der Welpen ein. Ich wollte mich natürlich von keinem der Welpen trennen und noch heute erzählt meine Mutter, wie ich am Tag der Abgabe versuchte, alle Welpen unter meiner Bettdecke zu verstecken. Ich gab sie nur unter grösstem Protest und vielen bitteren Tränen her.

Ich erinnere mich sehr gut daran, dass ich lieber die Zeit auf unserem Grundstück mit den Hunden verbrachte, als mit Kindern meines Alters zu spielen. Wenn mich meine Mutter suchte, dann fand sie mich meist mit den Dreien im Freilauf oder mit meinem Vater auf dem Übungsgelände des Hundeplatzes.
Ende der 80er Jahre dann zogen die Rauhaarteckel Tiger und Filou bei uns ein.

Nach meinem Abitur wurde ich schnell flügge und bezog meine erste eigene Wohnung.
Da ein Hund nicht wirklich in meinen Studienzeitplan passte entschied ich mich für Wellensittiche. Ohne Kreuch und Fleuch konnte ich einfach nicht.
Mein ältester Wellensittich Jack wurde fast 12 Jahre alt und hat mit mir einiges an Umzügen überstanden.

Während meiner Hundeabstinenz wurde ich immer wieder als Hundesitter gebucht und dies liess die Sehnsucht nach einem eigenen Hund immer grösser werden.
Im Jahre 1996 begegnete ich das erste Mal einem Rhodesian Ridgeback.
Ich war so fasziniert von diesem Hund, dass ich noch am gleichen Tag für mich entschied- der oder keiner!

Erstaunlicher Weise war es mein Vater, der meinen Wunsch nach einem eigenen Hund nicht wirklich schätzte. War er doch derjenige, der mich täglich- fast 25 Jahre lang mit dem Mythos Hund konfrontierte. Von daher hatte ich nur wenig Verständnis für die Bedenken meines Vaters und machte ihm zum Vorwurf, er hätte mich als tierverrückten Menschen erzogen, nun müsse er mit den "Früchten" seiner Erziehung leben.
Auch meine Mutter war nicht sehr begeistert von meinen Plänen- obwohl sie heute sehr liebevoll von ihren "Enkelkindern" spricht.
Heute weiss ich, beide haben es mit Fassung ertragen.

So zog im Jahre 1998 mein erster Rhodesian Ridgeback zu mir- Derwen vom Beerlagerland.
Diesem Hund habe ich unendlich viel zu verdanken- und noch viel mehr.
Er zeigte mir, was es heisst Verantwortung zu tragen.
Er lehrte mich Geduld und Durchsetzungsvermögen.
Er schenkte mir wundervolle Augenblicke und unvergessene Erlebnisse- täglich begleiten sie mich in meinen Erinnerungen.
Es verband uns eine einzigartige "Liebe", die man wohl nur versteht, wenn man uns im Team erlebte
und bis zur letzten Sekunde thronte über uns blindes Vertrauen...

Im April 2007 musste ich Derwen schweren Herzens gehen lassen.
Eine Erfahrung, die mich fast um den Verstand brachte.
Es stand fest wie das Amen in der Kirche, dass kein neuer Wegbegleiter in mein Leben treten würde.

Über neun Jahre hatte ich nun Kontakt zu Züchtern und Ridgebackfreunden.
Sie alle schüttelten mit dem Kopf und wollten mir nicht richtig Glauben schenken- du, ohne Hund?
So setzte sich dann wohl mein Herz über den Sturkopf hinweg und am Ende des Jahres 2007 zog Ntchwaidumela East Big Ben bei uns ein.
Ein besonderer Dank gilt meinem Lebensgefährten Ralph, der meinen kühnen Vorstellungen von einem neuen Weggefährten zustimmte. Ohne ihn wäre Manches schwerer...

So wurde im Laufe der vielen Jahre der Rhodesian Ridgeback eine feste Institution, mit allem Für und Wider in meinem Leben.
Ein Leben ohne Hund- undenkbar für mich.
Ein Leben ohne Freunde, welche die Leidenschaft Rhodesian Ridgeback mit mir teilen- undenkbar für mich.
Ein Leben ohne meine Familie, die meine Faszination Rhodesian Ridgeback mit rollenden Augen und hochgezogenen Augenbrauen ertragen- danke euch dafür!
Copyright 2011 Melanie Neth. Alle Rechte vorbehalten